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Doppelte Buchführung

Die Grundsätze der doppelten Durchführung sind im Mittelalter von einem Geistlichen in Italien entwickelt worden. Durch sie kann der Unternehmer die wirtschaftlichen Vorgänge in seinem Unternehmen verfolgen um immer aktuellen Überblick über die Vermögenslage oder den Schuldenstand zu haben. Am Ende eines Geschäftsjahres wird der Unterschiedsbetrag des Betriebsvermögens zwischen diesen und den aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr ermittelt. Je nachdem, ob die Erträge höher als die Aufwände sind, oder die Aufwände höher als die Erträge, hat das Unternehmen Gewinn bzw. Verlust gemacht. Außerdem erstellt der Unternehmer den Betriebsvermögensvergleich, um zu erfahren, ob es zur Vermögensvermehrung oder Vermögensminderung gekommen ist. Dafür wird vom Reinvermögen am Ende des Jahres das Reinvermögen per 1.1. desselben Jahres abgezogen. Nach der durchgeführten Inventur wird der Jahresabschluss erstellt und in weiterer Folge auch die Bilanz. Aus der doppelten Buchführung bekommen der Unternehmer und seine Mitarbeiter wichtige Informationen über sein Wirtschaften aber auch die Finanzbehörde und andere Behörden.

Bei der doppelten Buchführung wird jeder Geschäftsvorgang zweifach geführt im Grundbuch und im Hauptbuch. Im Grundbuch werden die Geschäftsfälle chronologisch eingetragen, die Einnahmen links in Soll und die Ausgaben rechts in Haben. Aus dem Grundbuch ist es genau ersichtlich an welchem Tag welche angefallen sind. Im Hauptbuch werden die gleichartigen Geschäftsfälle auf Konten zusammengefasst. Das sind zweiseitige Rechenfelder auf die jeder Geschäftsfall der Einnahme links in Soll oder Ausgabe rechts in Haben mit einer eigenen Nummer verbucht wird. Am Anfang des Geschäftsjahres werden die Konten eröffnet. Auf dem Konto werden die Veränderungen von verschiedenen Beständen, z.B. Bewegungen in der Kassa, ob die Ware verkauft oder neue Lieferung eingetroffen ist, Forderungen an Kunden, unbezahlte Rechnungen usw., vermerkt und während des Geschäftsjahres verrechnet.

Des Weiteren bestehen die Buchungsgrundsätze, dass ohne Beleg nicht gebucht werden kann, die Belege wie Urkunden behandelt werden und auf dem Beleg werden die Vorkontierung und die Verbuchung vermerkt.

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