Einkommensteuer

Die Einkommensteuer ist eine Personensteuer, eine Subjektsteuer und eine Ertragsteuer. Sie wird auf das Einkommen aller natürlichen Personen, wohnhaft in Deutschland, erhoben. Das zu versteuernde Einkommen bildet dabei die Bemessungsgrundlage. Für den Staat ist sie eine der wichtigsten Einnahmequellen.
Weil Steuerzahler und Steuerträger identisch sind, gehört die Einkommensteuer, anders als zum Beispiel die Mehrwertsteuer, zu den direkten Steuern.

Zur Einkommensteuer gehören verschiedenen Erhebungsformen:
– die Lohnsteuer: Sie wird auf Einkünfte aus nicht selbständiger Arbeit einbehalten. Die Höhe der Lohnsteuer richtet sich nach der Lohnsteuerklasse, die auf der Lohnsteuerkarte eingetragen ist.
Kapitalertragsteuer: Sie wird bei der Einkommensteuerveranlagung wie eine Einkommensteuervorauszahlung behandelt.
– Bauabzugsteuer: Diese wurde im Jahre 2001 eingeführt um die illegale Beschäftigung im Baugewerbe einzudämmen.
– Aufsichtsratsteuer: Sie wird auf die Einkünfte aus Tätigkeiten als Aufsichtsratmitglied erhoben.
Man nennt diese Erhebungsformen auch Quellsteuern, weil sie direkt an der Quelle vereinnahmt werden.

Das Einkommensteuergesetz und die Einkommensteuer-Durchführungsverordnung sind die Rechtsgrundlagen für die Einkommensteuer. Die Ertragshoheit für die Einkommensteuer liegt bei Bund, Ländern und Gemeinden. Die örtlichen Landesfinanzbehörden haben die Verwaltungshoheit inne.
Der Veranlagungszeitraum ist das Kalenderjahr, dieses kann von dem Wirtschaftsjahr bei Gewerbebetrieben abweichen. Der Erwerbstätige hat die Pflicht eine Einkommensteuererklärung, bis spätestens 31.5. des Folgejahres, abzugeben. Hiernach erfolgt die Veranlagung zur Einkommensteuer. Im Einkommensteuerbescheid ist die Höhe der zu zahlenden Steuer angegeben. Es kann zu einer Nachzahlung oder einer Erstattung kommen, der Entscheid ist 4 Wochen mit einem Einspruch anfechtbar.

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