Startseite | Steuerlexikon | Einkommensteuer | Entfernungspauschale

Entfernungspauschale

Aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgericht vom 9. Dezember 2008

Das Bundesverfassungsgericht hat am 9. Dezember 2008 entschieden, das die zum 01.01.2007 eingeführte Pendlerpauschale (ab dem 21. Km) gegen das Grundgesetz verstößt (mehr Informationen).

Der Steuerpflichtige kann somit ab dem Veranlagungszeitraum 2007 wieder die Fahrtkosten ab dem 1. Km in seiner Einkommensteuererkläung angeben.

Mit der Entfernungspauschale wird im Einkommensteuergesetz die Fahrtaufwendungen zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte geregelt. Dabei wird die Entfernungspauschale gemäß dem deutschem Einkommensteuerrecht pauschaliert. Die Pauschalen können bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit abgezogen werden. Dabei ist es unerheblich ob die tatsächlichen Aufwendungen niedriger oder ob Sie zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Motorrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeitsstätte gelangen.

Die Ermittlung der Entfernungspauschale erfolgt gem. § 9 EStG mit folgenden Werten:

Jahr 2007

  • 0,00 € für die ersten 20 Entfernungskilometer
  • 0,30 € ab dem 21. Entfernungskilometer

Jahr 2004 – 2006

  • 0,30 € je Entfernungskilometer

Jahr 2002 – 2003

  • 0,36 € für die ersten 10 Entfernungskilometer
  • 0,40 € für die weiteren Entfernungskilometer

Die Entfernungspauschale wird auf eine Höchstgrenze von 4.500€ jährlich Beschränkt, wobei auch ein höherer Betrag geltend gemacht werden kann, wenn der Steuerpflichtige die Kosten mit seinem eigenem Kraftfahrzeug nachweisen kann.

Kommentare sind geschlossen.