Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer dient hauptsächlich zur Finanzierung der Gemeinden und ist somit eine ihrer wichtigsten Einnahmequellen überhaupt. Sie soll als Ausgleich für Leistungen der Gemeinden, die auch den Gewerbebetrieben zugute kommen, dienen. Hierzu zählt z. B. die Schaffung von Verkehrs- und Parkplätzen, Straßenbau- und Straßenunterhaltung, Kanalisation, Baulanderschließung etc. Die uns bekannte Abkürzung für die Gewerbesteuer lautet GewSt.

Die Gewerbesteuer ist eine der ältesten aber auch umstrittensten Steuern. Es gibt sie bereits seit dem Jahre 1936. Durch die Jahre hinweg hat sich hier und da Einiges geändert. 2008 fand die letzte große Änderung mit dem Unternehmenssteuerreformgesetz statt. Es werden alle Gewerbebetriebe, die über ihre gewerbliche Tätigkeit im Sinne des Einkommenssteuerrechts erfasst werden, besteuert. Hier zählen Einzelunternehmen ebenso dazu wie auch Personengesellschaften. Die Bemessungsgrundlage ist der Gewerbeertrag bzw. der Gewinn eines Gewerbebetriebs. Nichtgewerbliche Tätigkeiten oder freiberufliche Tätigkeiten unterliegen nicht der Gewerbesteuer.

Der Steuermessbetrag bzw. der Gewerbesteuermessbetrag wird anhand vom Gewerbeertrag eines Unternehmens ermittelt und dann durch Bekanntgabe eines Gewerbesteuermessbescheids vom jeweils zuständigen Finanzamt bekannt gegeben. Obwohl die Unternehmer eine Abschaffung der Gewerbesteuer begrüßen würden, plädieren die Gemeinden für eine Beibehaltung, ja sogar für eine Stärkung. Diese könnte so aussehen, dass man den Kreis der Steuerpflichtigen erweitern würde.

Um einen regelmäßigen Geldfluss in den Staatshaushalt zu sichern, werden Vorauszahlungen erhoben. Die Vorauszahlungstermine sind jeweils der 15. Februar, 15. Mai, 15. August und der 15. November während eines Kalenderjahres, also vierteljährlich. Die Vorauszahlungen sind auch dafür gedacht, dem Steuerzahler hohe Nachzahlungen zu ersparen.

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