Startseite | Allgemein | Warum Steuersenkungen von Reichen getragen werden am Beispiel einer Kneipe

Warum Steuersenkungen von Reichen getragen werden am Beispiel einer Kneipe

Ich habe eben einen sehr Interessanten und auch lustigen Artikel bei fact-fiction.net gelesen, welchen ich Euch nicht vorenthalten wollte. Der Titel im Fakten – Fiktionen Weblog lautet: Warum Steuersenkungen nur Superreichen nützen am Beispiel einer Eckkneipe. Die Originalversion ist von Daniel Hannan und wurde leicht abgeändert.

Ich werde hier vereinfacht die Geschichte 1:1 als Zitat weitergeben und im Nachhinein kurz auch noch auf die Kommentare bzw. Erläuterungen zu dem nicht ganz unbedeutenden Tenor der Story eingehen. Erste einmal viel Spass beim lesen!

In einer Eckkneipe trafen sich jeden Abend 10 sozial eingestellte Freunde und zahlten ihr Besäufnis sozial gerecht und gemeinsam gemäß unserem Steuersystem. Es kostete täglich 100 Euro. Das sah dann so aus:

Die ersten Vier zahlten nichts.
Der Fünfte € 1.
Der Sechste € 3.
Der Siebte €7.
Der Achte € 12.
Der neunte € 18.
Der Zehnte, der Reichste € 59.

Da kam eines Tages der nette Wirt und sagte: Der Staat hat sozial gerecht die Steuern gesenkt, euer tägliches Besäufnis kostet jetzt nur noch 80 Euro. Die Kumpels einigten sich auch auf eine sozial gerechte Neuverteilung der Bierrechnung, und die sah dann so aus:

Die ersten Vier zahlten weiter nichts (Ersparnis 0%).
Der Fünfte zahlte auch nichts mehr (Ersparnis 100%).
Der Sechste € 2 Ersparnis 33%).
Der Siebte €5 (Ersparnis 28%).
Der Achte € 9 (Ersparnis 25%).
Der neunte € 14 (Ersparnis 22%).
Der Zehnte, der Reichste € 49 (Ersparnis 16%).

Jeder der bisherigen Zahler war besser dran als vorher. Aber als sie nach Hause gingen, fingen sie an zu vergleichen. Ich habe von der Verbilligung von 20 Euro nur 1 Euro gekriegt, sagte der Fünfte. Ich auch, sagte der Sechste. Der Siebte stimmte mit ein: Ja, es ist ungerecht, daß der Reichste 10 Euro Ermäßigung gekriegt hat von insgesamt 20 Euro. Und da schrieen die ersten Vier: Und was ist mit uns, wir haben gar nichts gekriegt. Und dann verprügelten alle den Zehnten, den Reichsten. Der kam dann am nächsten Tag nicht mehr in die Kneipe. Die anderen aber soffen wie bisher. Nur als es ans Zahlen ging, merkten sie, daß ihre Anteile nicht einmal für die halbe Rechnung ausreichten!

In den Kommentaren findet man sehr lustige Beiträge wie z.B.:

  • was ist wenn ein Linker dabei ist
  • In welcher Eckkneipe können 10 Personen noch für 100 € saufen
  • … (einfach selbst durchlesen in der Quelle)

Aber man findet auch einen sehr Interessanten von malefiz. Malefiz hat einen Link eingefügt, welcher dasEinkommen und Anteile am Einkommensteueraufkommen nach Dezilen für das Jahr 2007 zeigt. Dabei ist hier die Quelle das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Verblüffend ist hierbei, dass die Verteilung sehr nah an die Geschichte herankommen. War mir persönlich so noch nicht bewusst. Vor allem hat mir da auch die Quelle bzw. Übersicht gefehlt. Ein wenig später hat Malefiz noch einen weiteren Link mit einer detaillierteren Übersicht gepostet.

Über Rico

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*