Jahresarbeitsentgeltgrenzen 2011 veröffentlicht

Wir haben nun eine kleine Aufstellung über die neue Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) 2011 veröffentlicht. In der Kategorie Lohn & Gehalt finden Sie die Jahresarbeitsentgeltgrenzen der letzten Jahre sowie die aktuelle für das Jahr 2011.

>> Hier zur Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) 2011 <<

geplante Gesetzesänderung bezgl. Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitstätte bei der 1% Regelung!

Der Bundesrat plant evtl. eine neue Gesetzesänderung bezüglich der Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitstätte bei der 1% Regelung. Dabei soll die monatliche pauschale Versteuerung nach der 1% Regelung beibehalten werden. Jedoch soll der Zuschlag i.H.v. 0,03 für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitstätte komplett gestrichen werden. Als Gegenleistung soll dann wohl die Entfernungspauschale i.H.v. 0,30 € nicht mehr in der Einkommensteuererklärung als Werbungskosten abziehbar sein. Grundsätzlich ist dies meiner Meinung nach eine ganz gute Lösung. Man muss jetzt einmal abwarten was für Änderungen kommen.

Beitragsbemessungsgrenze 2011 veröffentlicht

Wir haben nun eine kleine Aufstellung über die neue Beitragsbemessungsgrenze 2011 veröffentlicht. In der Kategorie Lohn & Gehalt finden Sie die Beitragsbemessungsgrenzen der letzten Jahre sowie die aktuelle für das Jahr 2011.

>> Hier zur Beitragsbemessungsgrenze 2011 <<

Formulare zur Einkommensteuererklärung 2010

Formulare zur Einkommensteuererklärung 2010 sind nun als kostenloser PDF-Download vorhanden.

Wir freuen uns nun die Formulare & Vordrucke zur Einkommensteuererklärung (inkl. Anleitungen) 2010 veröffentlichen zu können. Wie gewohnt können Sie die einzelnen Formulare separat als PDF ausdrucken, oder das komplette Einkommensteuererklärungs-Paket 2010 als Zip-Datei herunterladen.

Ebenfalls findne Sie hier natürlich die Offiziellen Anleitungen der Finanzverwaltung, welche Ihnen da ausfüllen der Einkommensteuererklärung 2010 erleichtern soll.

Bei Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

>> zum Donwload: Einkommensteuererklärung 2010 <<

Steuervereinfachung: Abgabe der Einkommensteuererklärung nur noch aller 2 Jahre

Wie man aus der Presse entnehmen konnte, plant die Aktuelle Bundesregierung unter Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble eine Steuervereinfachung. Diese soll im groben so aussehen, das die Einkommensteuererklärung nur noch aller zwei Jahre abzugeben ist.

Aktuell werden in Zusammenarbeit mit dem Finanzamt / Steuerverwaltung noch einzelne Maßnahmen besprochen und Zusammengestellt. Auch können wohl die Bundesländer Vorschlagslisten einreichen, welche evtl. zur Berücksichtigung kommen.

Es bleibt abzuwarten was für “Steuererleichterungen” kommen werden. Meiner Meinung nach ist eine bloße Verlängerung der Abgabe für die Einkommensteuererklärung keine Erleichterung für den Steuerpflichtigen und auch nicht für die Steuerverwaltung und Finanzämter.

Warten wir es einfach mal an.

Lohnsteuertabellen 2010

Die Lohnsteuer ist eine direkte Steuer, welche vom Arbeitnehmer (nicht selbständig) bezahlt wird. In der Regel hält der Arbeitgeber die Lohnsteuer über die monatliche Lohnabrechnung ein (gesetzliche Regelung) und führt diese an das Finanzamt ab.

Arbeitnehmer können über die Lohnsteuertabellen prüfen, ob ihr Arbeitgeber die Lohnsteuer zutreffend berechnet hat und in richtiger Höhe an das Finanzamt überwiesen hat.

Im Internet findet man sehr viele Informationen rund um die Lohnsteuertabellen, wobei viele aktuelle Steuertabellen kostenpflichtig sind.

Wenige wissen das es offizielle Webseiten gibt, auf denen man den Lohnsteuerabzug prüfen oder die aktuellen Lohnsteuertabellen herunterladen kann.

Hier haben ich kurz die bekanntesten aufgeführt:

Zusammenfassende Meldung (ZM Meldung) – Änderungen zum 01. Juli 2010

Bei der Zusammenfassenden Meldung (ZM Meldung) kommt es ab dem 01. Juli 2010 zu Änderungen, welche Sie in der laufenden Buchhaltung beachten sollten.

Das Bundeszentralamt für Steuern hat hierfür eine Informationsseite eingerichtet auf welcher Sie umfangreiche Informationen rund um die Änderungen der ZM-Meldung zum 01. Juli 2010 erhalten.

Mit einem BMF-Schreiben vom 15.06.2010, welches wir hier im Anhang als Download bereitstellen, weist die oberste Finanzbehörde der Länder auf die Änderungen zum 01. Juli 2010 hin.

Bereits schon ab dem 01. Januar 2010 wurde Änderungen bei der Abgabe der Zusammenfassenden Meldung vorgenommen, wobei diese sich speziell auf die Abgabe der ZM-Meldung bezogen.

Informationen und Downloads:

Steuerklassen-Kombination IV/IV – Faktorverfahren

Seit Anfang des Jahres 2010 haben viele Berufstätige Ehepaar die Möglichkeit zwischen insgesamt drei Steuerklassenkombinationen zu wählen. Folgende Varianten standen bisher zur Verfügung:

  1. Steuerklassen III / V (3/5)
  2. Steuerklassen IV/IV (4/4)

In der Regel wurde bei Gleichverdienern die Steuerklassen IV und IV gewählt. Bei Ehepaaren, welche unterschiedliche Einkommen haben hat der besserverdienende die Lohnsteuerklasse III erhalten. Wobei der andere Ehegatte dann die Lohnsteuerklasse V erhalten hat. Dies führte unter Umständen dazu, dass im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung meist zu eine Einkommensteuer-Nachzahlung kommt. Ausserdem war die Frust über die großen Abzüge für den Geringverdiener doch sehr groß.

Nun hat die Finanzverwaltung eine neue Steuerklassen-Kombination (IV/IV – Faktorverfahren) eingeführt. In der neuen Konstellation muss trotz Steuerklasse IV/IV am Jahresende eine Einkommensteuererklärung abgegeben werden. Bisher konnte man mit der Konstellation IV/IV von einer Einkommensteuererklärung (wenn keine anderen Einkünfte) absehen.

Was muss ich tun um die neue Steuerklassen-Kombination zu erhalten?

Die neue Steuerklasse IV/IV – Faktorverfahren muss bei dem örtlichen Finanzamt (Wohnsitzfinanzamt) beantragt werden. Diese Steuerklassen-Kombination kann man nicht bei der Gemeindeverwaltung beantragen!

Das Finanzamt berechnet den individuellen Faktor anhand der voraussichtlichen Jahresarbeitslöhne, welche Sie dem Finanzamt selbstverständlich mitteilen müssen. Zusätzlich können noch höhere Werbungskosten oder auch haushaltsnahe Dienstleistungen berücksichtigt werden.

Wie berechnet sich der Faktor?

Der Faktor  berechnet sich schlussendlich nach dem Verhältnis der voraussichtlichen Einkommensteuer, welches im Splittingverfahren ermittelt wird. Diese Einkommsteuer wird dann dividiert durch die Summer der Lohnsteuer (Berechnung nach Steuerklasse IV) beider Ehepartner. Der Faktor wird dann vom Finanzamt-Sachbearbeiter bis auf drei Stellen nach dem Komma berechnet und auf der Lohnsteuerkarte  eingetragen.

Der Arbeitgebern muss die Lohnsteuer dann nach dem Faktorverfahren berechnen und abziehen. Dabei rechnet er mit der Steuerklasse IV ab und multipliziert diese dann mit dem jeweiligen Faktor.

Bringt mir das persönlich was?

Wer selbst den Test machen möchte ob er mit der neuen Steuerklassen-Kombination IV/IV – Faktorverfahren besser fährt, kann dies auf der Webseite des Bundesministerium der Finanzen machen. Die Faktorberechnung für gemeinsam veranlagte Ehepartner für das Jahr 2010 finden Sie hier.

Ich habe auch gleich mal einen kleinen Vergleich mit dem Abgabenrechner durchrechnen lassen um die „Steuerersparnis“ hier darzustellen:

Steuerklasse IV – ohne Faktorverfahren:

Ehemann – Jahresarbeitslohn 55.000 Euro = Lohnsteuer 12.040 Euro

Ehegatte – Jahresarbeitslohn 20.000 Euro = Lohnsteuer 1.747 Euro

Lohnsteuer gesamt Ehepaar = 13.787 Euro

Steuerklasse IV – mit Faktorverfahren:

Ehemann – Jahresarbeitslohn 55.000 Euro = Lohnsteuer 11.028 Euro

Ehegatte – Jahresarbeitslohn 20.000 Euro = Lohnsteuer 1.600 Euro

Lohnsteuer gesamt Ehepaar = 12.628 Euro

Steuerklasse III und V:

Ehemann – Jahresarbeitslohn 55.000 Euro = Lohnsteuer 7.630 Euro

Ehegatte – Jahresarbeitslohn 20.000 Euro = Lohnsteuer 4.114 Euro

Lohnsteuer gesamt Ehepaar = 11.744 Euro

Ich glaube das Ergebnis spricht für sich und man muss es nicht weiter erläutern! Machen Sie einfach den Test mit dem Abgabenrechner des Bundesministerium der Finanzen.

Anbei noch ein paar Webseiten/Blog, welche sich mit dem gleichem Thema beschäftigt haben:

Warum Steuersenkungen von Reichen getragen werden am Beispiel einer Kneipe

Ich habe eben einen sehr Interessanten und auch lustigen Artikel bei fact-fiction.net gelesen, welchen ich Euch nicht vorenthalten wollte. Der Titel im Fakten – Fiktionen Weblog lautet: Warum Steuersenkungen nur Superreichen nützen am Beispiel einer Eckkneipe. Die Originalversion ist von Daniel Hannan und wurde leicht abgeändert.

Ich werde hier vereinfacht die Geschichte 1:1 als Zitat weitergeben und im Nachhinein kurz auch noch auf die Kommentare bzw. Erläuterungen zu dem nicht ganz unbedeutenden Tenor der Story eingehen. Erste einmal viel Spass beim lesen!

In einer Eckkneipe trafen sich jeden Abend 10 sozial eingestellte Freunde und zahlten ihr Besäufnis sozial gerecht und gemeinsam gemäß unserem Steuersystem. Es kostete täglich 100 Euro. Das sah dann so aus:

Die ersten Vier zahlten nichts.
Der Fünfte € 1.
Der Sechste € 3.
Der Siebte €7.
Der Achte € 12.
Der neunte € 18.
Der Zehnte, der Reichste € 59.

Da kam eines Tages der nette Wirt und sagte: Der Staat hat sozial gerecht die Steuern gesenkt, euer tägliches Besäufnis kostet jetzt nur noch 80 Euro. Die Kumpels einigten sich auch auf eine sozial gerechte Neuverteilung der Bierrechnung, und die sah dann so aus:

Die ersten Vier zahlten weiter nichts (Ersparnis 0%).
Der Fünfte zahlte auch nichts mehr (Ersparnis 100%).
Der Sechste € 2 Ersparnis 33%).
Der Siebte €5 (Ersparnis 28%).
Der Achte € 9 (Ersparnis 25%).
Der neunte € 14 (Ersparnis 22%).
Der Zehnte, der Reichste € 49 (Ersparnis 16%).

Jeder der bisherigen Zahler war besser dran als vorher. Aber als sie nach Hause gingen, fingen sie an zu vergleichen. Ich habe von der Verbilligung von 20 Euro nur 1 Euro gekriegt, sagte der Fünfte. Ich auch, sagte der Sechste. Der Siebte stimmte mit ein: Ja, es ist ungerecht, daß der Reichste 10 Euro Ermäßigung gekriegt hat von insgesamt 20 Euro. Und da schrieen die ersten Vier: Und was ist mit uns, wir haben gar nichts gekriegt. Und dann verprügelten alle den Zehnten, den Reichsten. Der kam dann am nächsten Tag nicht mehr in die Kneipe. Die anderen aber soffen wie bisher. Nur als es ans Zahlen ging, merkten sie, daß ihre Anteile nicht einmal für die halbe Rechnung ausreichten!

In den Kommentaren findet man sehr lustige Beiträge wie z.B.:

  • was ist wenn ein Linker dabei ist
  • In welcher Eckkneipe können 10 Personen noch für 100 € saufen
  • … (einfach selbst durchlesen in der Quelle)

Aber man findet auch einen sehr Interessanten von malefiz. Malefiz hat einen Link eingefügt, welcher dasEinkommen und Anteile am Einkommensteueraufkommen nach Dezilen für das Jahr 2007 zeigt. Dabei ist hier die Quelle das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Verblüffend ist hierbei, dass die Verteilung sehr nah an die Geschichte herankommen. War mir persönlich so noch nicht bewusst. Vor allem hat mir da auch die Quelle bzw. Übersicht gefehlt. Ein wenig später hat Malefiz noch einen weiteren Link mit einer detaillierteren Übersicht gepostet.

Elterngeld: Lohnsteuerklassenwechsel

Das zum 01. Januar 2007 eingeführte Elterngeld beträgt 67% (mindestens 300 Euro / höchstens 1.800 Euro) des in den letzten 12 Monaten verdienten Nettoarbeitseinkommen. Dies hatte sehr oft zur Folge, dass Ehegatten bei Bekanntwerden der Schwangerschaft, die Steuerklasse gewechselt hatten (z.B. von Steuerklasse 5 auf 3). Letztendlich wurde dann nach Geburt des Kindes und Antritt der Elternzeit wieder die Steuerklasse gewechselt, wobei hier wieder der Hauptverdiener die günstigere Steuerklasse (III) erhalten hat.

Die Versorgungsämter (Elterngeldstellen) hatten in diesen Fällen das Elterngeld immer nach der schlechteren Steuerklasse berechnet. Das Bundessozialgericht hat aber mit Urteil vom 25.06.2009 (B 10 EG 3/08 R) entschieden, dass der Lohnsteuerklassenwechsel keinen Rechtsmissbrauch darstellt. Dies hat zur Folge, dass die Versorgungsämter (Elterngeldstellen) den Lohnsteuerklassenwechsel für die Berechnung des Elterngeldes berücksichtigen müssen.

Zusatzhinweis:

Momentan steht noch eine Verfassungsbeschwerde aus, welche sich auf die Einbeziehung des Mindestelterngeldes in den Progressionsvorbehalt bezieht. Wie hier entschieden wird bleibt abzuwarten.