Elektronische Spendenbestätigung und deren steuerliche Anerkennung

Ab dem Veranlagungszeitraum 2009 können die Zuwendungsbestätigungen (Spendenbescheinigungen) auf elektronischem Weg an das Finanzamt übermittelt werden.

Grundsätzlich muss die Spendenbescheinigung die steuerlichen Voraussetzungen und Merkmale vorweisen (vgl. §§ 10b EStG und 34g EStG).

Die Voraussetzung für die elektronische Übermittlung der Spendenbescheinigung sind:

  • Der Empfänger der Spende muss vom Spender (Zuwender) bevollmächtigt werden und
  • der Zuwender (Spender) muss dem Zuwendungsempfänger seine Identifikationsnummer mitteilen.
  • Der Spendenempfänger muss die Daten bis zum 28 Februar des Folgejahres an die Finanzbehörden übermitteln und
  • außerdem muss der Zuwendungsempfänger dem Spender (Zuwender) auf Wunsch einen Papierausdruck zur Verfügung zu stellen.

Umsatzsteuer-Umrechnungskurse Januar 2010

Due Umsatzsteuer-Umrechungskurse für den Monat Januar 2010 wurden gemäß § 16 Abs. 6 Satz 1 UStG vom Bundesministerium der Finanzen veröffentlicht.

Die fortgeschriebene Gesamtübersicht können Sie sich als PDF-Downloaf hier herunterladen -> Umsatzsteuer-Umrechnungskurs Januar 2010.

Lohnabrechnung 2010 – Was hat sich geändert? Was muss man beachten?

Zum Jahresbeginn 2010 haben sich wieder erhebliche Änderungen für die Lohnabrechnung ergeben. Die Änderungen beziehen sich im Jahr 2010 zum größten Teil auf das Steuerrecht. Begründet sind diese besonders durch folgende gesetzliche Beschlüsse:

  • Konjunkturpaket II
  • Wachstumsbeschleunigungsgesetz
  • Bürgerentlastungsgesetz

Zusätzlich ist ab dem Januar 2010 jeder Arbeitgeber verpflichtet einen monatlichen  elektronischen Entgeltnachweis zu übermitteln – ELENA Verfahren -!

Im nachfolgenden werde ich im Detail etwas näher auf die einzelnen Änderungen eingehen.

Änderungen durch das Konjunkturpaket II

In der 2. Stufe des Konjunkturpaketes ist der Grundfreibetrag um 170 € auf 8.004 € angehoben worden. Bei den Progressionsstuffen ist die Erhöhung um 330 € vorgenommen worden. Die genauen Beträge des Lohnsteuerabzuges können sie der Lohnsteuertabelle 2010 entnehmen bzw. überprüfen.

Änderungen durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz

Das monatliche Kindergeld wurde von 164 € auf 184 € um 20 € erhöht. Der Kinderfreibetrag hat sich im Jahr 2010 um 984 € auf insgesamt 7.008 € erhöht.

Änderungen durch das Bürgerentlastungsgesetz

Mit Urteil vom 13.02.2008 hat das Bundesverfassungsgericht mit Beschluss – BVerfG Az. 2 BvL 1/06 – entschieden, das die steuerliche Abzugsfähigkeit von Krankenkassenbeiträgen neu geregelt werden muss (zu Gunsten der Beitragszahler!). Dies hatte zur Folge, dass mit dem Bürgerentlastungsgesetz diese Forderung erfüllt wurde und die Beiträge zur gesetzlichen, freiwilligen und zur privaten Krankenversicherung und Pflegeversicherung grundsätzlich voll absetzbar sind. Die Beiträge dürfen jedoch keine Zusatzleistungen wie z.B. Krankentagegeld, Krankengeld etc. enthalten. Diese Zusatzbeiträge dürfen bei der Vorsrogepauschale nicht berücksichtigt werden.

Der abzugsfähige Höchstbetrag i.H.v. 1.900 € (Arbeitnehmer und Beamte) und 2.800 € (Selbständige und Unternehmer) enthält unter anderem auch die Beiträge der übrigen Vorsorgeaufwendungen wir z.B. Unfallversicherung, Risiko-Lebensversicherung, Arbeitslosenversicherung und die Haftpflichtversicherung (es gibt noch einige mehr). Diese übrigen Vorsorgeaufwendungen sind in dem Höchstbetrag von 1.900 € / 2.800 € auch schon enthalten!

Die eingeführte Vorsorgepauschale wird im Lohnsteuerabzugsverfahren (Lohnabrechnung) berücksichtigt. Hierbei wird bei gesetzlich Versicherten der ermäßigte Beitragssatz der Krankenversicherung herangezogen. Bei privat Krankenversicherten wird die Vorsorgepauschale  vom Versicherungsträge mitgeteilt und darf nur dann in Abzug gebracht werden, wenn diese Bescheinigung vorliegt!

ELENA – Verfahren

Das ELENA-Verfahren will ich hier nur kurz ansprechen und es einem eigenen Beitrag etwas genauer beschreiben.

Grundsätzlich muss jeder Arbeitgeber gemäß § 97 SGB IV eine elektronische Übermittlung des MVDS (Multifunktionaler Verdienstdatenansatz) an die ZSS (Zentrale Speicherstelle) der Deutschen Rentenversicherung (Würzburg) übermitteln. Das ELENA-Verfahren soll schrittweise das amtliche Bescheinigungswesen beseitigen. Daher können ab dem Jahr 2011 Behörden und Gerichte mit Zustimmung des betroffenen die notwendigen Informationen direkt von der Zentrallen Meldestelle in Würzburg abrufen. Im Jahr 2012 soll dann erstmals komplett das  Bescheinigungswesen der Bundesagenturen entfallen.

Lohnsteuertabelle 2010

Wie gewohnt habe ich wieder die Lohnsteuertabelle für das Jahr 2010 (Quelle https://steuer-abenteuer.de) als PDF aufbereitet. Mit der Lohnsteuertabelle können Sie die Lohnsteuer-Abzüge Ihrer Gehaltsabrechnung nachkontrollieren. Die Lohnsteuertabelle habe ich diesem Beitrag (siehe unten) als PDF-Download angehängt.

Ich wünsche allen viel Spass mit der Lohnsteuertabelle.

Donwload:

Lohnsteuertabelle 2010 mit 8% Kirchensteuer

Lohnsteuertabelle 2010 mit 8% Kirchensteuer

Ein besonderer Danke geht an Herrn Wolfgang Parmentier, der wie jedes Jahr seine hervorragenden Berechnungsprogramme im Web zur Verfügung stellt.

Lohnsteuertabelle 2010 (inkl. 8 und 9 % KirSt) jetzt als PDF-Download verfügbar!

Lohnsteuertabelle 2010 online!

Jetzt können Sie in unserer Rubrik Lohnsteuertabellen die aktuelle Lohnsteuertabelle für das Jahr 2010 herunterladen (PDF-Download).

Die Lohnsteuertabelle finden sie wie folgt:

Einkommensteuer -> Steuertabellen -> Lohnsteuertabellen -> 2010

Viel spass mit der Lohnsteuertabelle!

Einkommensteuererklärung Formulare 2009

Wer für das Jahr 2009 wieder einmal seine jährliche Einkommensteuererklärung erstellt, wird feststellen, das sich an den Formularen einiges geändert hat. Auf dem Portal Steuer-Abenteuer.de findet man eine komplette Zusammenstellung der gesamten Einkommensteuer-Formulare für das Jahr 2009. Diese können direkt als PDF heruntergeladen und ausgedruckt werden.

Nachfolgend habe ich eine komplett Auflistung der Übersicht von Steuer-Abenteuer.de übernommen!

Für die meisten Einkommensteuer-Formulare hat die Finanzverwaltung Anleitungen verfasst, welche bei der Bearbeitung und Erstellung der Einkommensteuererklärung helfen sollten. Nachfolgend können Sie diese auch herunterladen.

Vereinfacht haben wir für Sie eine Zusammenstellung der gesamten Einkommensteuer-Formulare sowie Anleitungen erstellt. Diese ist als ZIP gepackt und kann von Ihnen (unten) heruntergeladen werden.

Elektronische Steuererklärungen für Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer

Die Übermittlungen der Steuererklärungen per EDV (elektronisch) wird weiter ausgeweitet. Ich persönlich finde dies gar nicht so schlecht. Es ist für alle Seiten ein großer Verwaltungsaufwand, wenn man die Steuererklärungen in Papierform erstellt. Der Grundsatz der elektronischen Steuererklärung ist somit nicht zu beanstanden. Leider kann man nicht so 100% sagen, für was die vorliegenden elektronisch gemeldeten Daten noch verwendet werden bzw. wer darauf Zugriff hat.

Folgendes kann man zu den einzelnen elektronischen Steuererklärungen sagen:

Einkommensteuererklärung (§ 46 Abs. 2 bis 8 EStG)

Wenn der Steuerpflichtige Gewinneinkünfte (gem. § 2 Abs 1. EStG) erziehlt muss die Einkommensteuererklärung nach amtlich vorgeschriebenen Datensätzen an die Finanzbehörde übermittelt werden.  Die Finanzverwaltung kann auf Antrag (zur Vermeidung von unbilliger Härten), auf die Pflicht zur elektronischen Übermittlung von Steuererklärungen verzichten. Dies gilt nicht für Steuererklärungen von Steuerpflichtigen, welche Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeiter erziehlen.

Für die Einkommensteuererklärung ist ab dem Veranlagungszeitraum 2011 zwingend eine elektronische Steuererklärung abzugeben.

Körperschaftsteuer (§ 31 Abs. 1a KStG idF des Steuerberükratieabbaugesetzes)

Die Steuererklärungen für die Körperschaftsteuer sowie die gesonderten Feststellungen von Besteuerungsgrundlagen müssen nach amtlich vorgeschriebenen Datensätzen an die Finanzbehörde übermittelt werden.  Die Finanzverwaltung kann auf Antrag (zur Vermeidung von unbilliger Härten), auf die Pflicht zur elektronischen Übermittlung von Steuererklärungen verzichten.

Anzuwenden ist diese Regelung erstmals ab dem Veranlagungszeitruam 2011.

Gewerbesteuer (§ 14a GewStG idF des Steuerberükratieabbaugesetzes)

Die Gewerbesteuererklärung (Erklräung zur Festsetzung des Steuermessbetrages und die Zerlegungserklärung) müssen nach amtlich vorgeschriebenen Datensätzen an die Finanzbehörde übermittelt werden.  Die Finanzverwaltung kann auf Antrag (zur Vermeidung von unbilliger Härten), auf die Pflicht zur elektronischen Übermittlung von Steuererklärungen verzichten.

Anzuwenden ist diese Regelung erstmals ab dem Veranlagungszeitruam 2011.

Was ist unbillige Härte?

Die Definition der unbilligen Härte ist in einem neuem Paragraphen in der Abgabenordnung (§ 150 Abs. 8 AO) aufgenommen worden. In diesem steht wörtlich:

Ordnen die Steuergesetze an, dass die Finanzbehörde auf Antrag zur Vermeidung unbilliger Härten auf eine Übermittlung der Steuererklärung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung verzichten kann, ist einem solchen Antrag zu entsprechen, wenn eine Erklärungsabgabe nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung für den Steuerpflichtigen wirtschaftlich oder persönlich unzumutbar ist. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Schaffung der technischen Möglichkeiten für eine Datenfernübertragung des amtlich vorgeschriebenen Datensatzes nur mit einem nicht unerheblichen finanziellen Aufwand möglich wäre oder wenn der Steuerpflichtige nach seinen individuellen Kenntnissen und Fähigkeiten nicht oder nur eingeschränkt in der Lage ist, die Möglichkeiten der Datenfernübertragung zu nutzen.

Eine Steuererklärung muss insoweit immer abgegeben werden.

Nachfolgend habe ich weiter Interessante und lesenswerte Links zum Thema aufgelistet:

Sachbezüge: Werte 2010 (freie Kost und Unterkunft)

Auch  im Jahr 2010 haben sich die Sachbezüge für Kost und Logie wieder einmal erhöht. Die neuen Werte gelten selbstverständlich für das gesamte Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.

Folgende Sachbeezugswerte müssen Sie in der Lohnabrechnung 2010 berücksichtigen:

freie Verpflegung (Kost)

Personenkreis Frühstück Mittagessen Abendessen

Verpflegung

gesamt

volljährige Arbeitnehmer mtl. 47,00 84,00 84,00 215,00
tgl. 1,57 2,80 2,80 7,17
Jugendliche und Auszubildende mtl. 47,00 84,00 84,00 215,00
tgl. 1,57 2,80 2,80 7,17

Erhöhung für Familienangehörige, denen ebenfalls freie Verpflegung gewährt wird:

volljährige Familienangehörige mtl. 47,00 84,00 84,00 215,00
tgl. 1,57 2,80 2,80 7,17
Familienangehörige

vor Vollendung des 18. Lebensjahres

mtl. 37,60 67,20 67,20 172,00
tgl. 1,26 2,24 2,24 5,74
Familienangehörige

vor Vollendung des 14. Lebensjahres

mtl. 18,80 33,60 33,60 86,00
tgl. 0,63 1,12 1,12 2,87
Familienangehörige

vor Vollendung des

7. Lebensjahres

mtl. 14,10 25,20 25,20 64,50
tgl. 0,47 0,84 0,84 2,15

Volljährige Arbeitnehmer

Unterkunft belegt mit Unterkunft allgemein Aufnahme in Arbeitgeberhaushalt/

Gemeinschaftsunterkunft

1 Beschäftigtem mtl. 204,00 173,40
tgl. 6,80 5,78
2 Beschäftigten mtl. 122,40 91,80
tgl. 4,08 3,06
3 Beschäftigten mtl. 102,00 71,40
tgl. 3,40 2,38
mehr als 3 Beschäftigten mtl. 81,60 51,00
tgl. 2,72 1,70

Jugendliche und Auszubildende

Unterkunft belegt mit Unterkunft allgemein Aufnahme in Arbeitgeberhaushalt/

Gemeinschaftsunterkunft

1 Beschäftigtem mtl. 173,40 142,80
tgl. 5,78 4,76
2 Beschäftigten mtl. 91,80 61,20
tgl. 3,06 2,04
3 Beschäftigten mtl. 71,40 40,80
tgl. 2,38 1,36
mehr als 3 Beschäftigten mtl. 51,00 20,40
tgl. 1,70 0,68

Bei Fragen zum Thema: „Sachbezüge“ stehen ich Ihnen gerne zur Verfügung. Verwenden Sie hierfür bitte mein Kontaktformular oder senden mir eine E-Mail.

Einkommensteuererklärung 2009 – Vordrucke und Formulare

Auf Steuer Abenteuer finden Sie ab heute die aktuellen Formulare für die Einkommensteuererklärung 2009. Diese liegen im PDF Format vor und können jederzeit heruntergeladen werden.


Pendlerpauschale – ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk!

Pendler haben einen Grund zur Freude, denn das Bundesverfassungsgericht hat die Abschaffung der Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer als verfassungswidrig erklärt. Damit verstößt die ab Januar 2007 geltende Neuregelung gegen das Grundgesetz.

Siehe Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 9. Dezember 2008 (2 BvL 1/07)

Damit wurde das ab Januar 2007 geltende Werkstorprinzip, wonach die Kosten für den Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nicht mehr in voller Höhe steuerlich geltend gemacht werden können, sondern nur noch ab dem 21. Fahrtkilometer, gekippt.

Der Weg von der Wohnung zum Werkstor wird somit nicht dem privaten Bereich zugeordnet, sondern stellt, wie schon bis zum 31.12.2006 geltenden Recht, Werbungskosten dar.

Pendler können damit rückwirkend für 2007 und 2008 die Pendlerpauschale wieder ab dem ersten Kilometer in Anspruch nehmen bzw. in Ihrer Einkommensteuererklärung ansetzen, da es sich hierbei um Werbungskosten und nicht um Subventionen handelt.

Wer also in seiner Steuererklärung für das Jahr 2007 aufgrund der ab dem 1. Januar 2007 geltenden Regelung keine Angaben zur Entfernung zwischen seiner Wohnung und seiner Arbeitsstätte und der Anzahl der Arbeitstage gemacht hat, kann dies auch jetzt noch seinem Finanzamt mitteilen, welches dann die Änderung vorzunehmen hat.

Für Arbeitnehmer mit einer Wegstrecke von 20 km zur Arbeitsstätte würde dies eine Verringerung der steuerlichen Bemessungsgrundlage von EUR 1.320,00 bei 220 Arbeitstagen bedeuten, jedoch unter der Voraussetzung, dass der Arbeitnehmerpauschbetrag von EUR 920,00 schon durch andere Werbungskosten in voller Höhe ausgeschöpft wurde. Eine Verringerung der jeweiligen Steuerschuld ist der Höhe nach vom jeweiligen individuellen Steuersatz des Steuerpflichtigen abhängig.

Die Finanzämter sind angehalten, sich mit der Auszahlung nicht allzu lange Zeit zu lassen. Laut Medienberichten sollen die betroffenen Pendler schon in der Zeit von Januar bis März 2009 Rückzahlungen erhalten.

Die bis zum 31.12.2006 geltende Altregelung bleibt also in Kraft, zumindest vorläufig, da der Gesetzgeber nach dem Urteil mit einer Neuregelung beauftragt wird.

Jedoch will die Regierung laut Finanzminister Steinbrück angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage keine Maßnahmen ergreifen um die damit entstehenden Steuerausfälle zu kompensieren.